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Low-CodeTips and TricksFlow-Organisation

Flow-Organisation

Eine durchdachte Organisation der Flows ist entscheidend fuer die langfristige Wartbarkeit eines LowCode-Projekts. Diese Seite zeigt bewaehrte Konventionen fuer Benennung, Strukturierung und Dokumentation.

Naming Conventions

Tabs benennen

Verwenden Sie sprechende, konsistente Namen fuer Ihre Tabs:

SchlechtGutErklaerung
Flow 1API - BenutzerverwaltungBereich und Funktion erkennbar
TestEntwicklung - TestdatenZweck klar definiert
Neuer FlowEngine - AuftragsverarbeitungDomaenenkontext sichtbar

Empfohlenes Praefix-Schema:

  • API - ... fuer REST-Endpunkte
  • Engine - ... fuer Engine-Integrationen
  • UI - ... fuer Dashboard-Flows
  • Util - ... fuer Hilfsfunktionen
  • Config - ... fuer Konfigurationsflows
  • ETW - ... fuer External-Task-Worker

Nodes benennen

Jede Node sollte einen beschreibenden Namen erhalten:

Schlecht: Gut: [function] [function: E-Mail validieren] [http in] [http in: POST /api/benutzer] [switch] [switch: Status pruefen] [change] [change: Antwort vorbereiten] [debug] [debug: Validierungsergebnis]

Function Nodes

Benennen Sie Function Nodes nach der ausgefuehrten Aktion, nicht nach technischen Details:

Schlecht: Gut: [function: map] [function: Benutzer transformieren] [function: check] [function: Berechtigung pruefen] [function: process] [function: Auftrag berechnen]

Tab-Struktur

Organisieren Sie Ihre Tabs nach fachlichen Bereichen. Eine bewaehrte Struktur fuer ein typisches ProcessCube®-Projekt:

Tab 1: Config - Globale Einstellungen Tab 2: API - Benutzerverwaltung Tab 3: API - Auftragsverwaltung Tab 4: Engine - Auftragsworkflow Tab 5: Engine - Genehmigungsprozess Tab 6: ETW - PDF-Erzeugung Tab 7: ETW - E-Mail-Versand Tab 8: UI - Dashboard Startseite Tab 9: UI - Auftragsformular Tab 10: Util - Fehlerbehandlung

Faustregel: Ein Tab sollte maximal 20-30 Nodes enthalten. Wird ein Tab groesser, sollte er aufgeteilt werden.

Subflows

Subflows kapseln wiederverwendbare Logik in einer eigenen, wiederverwendbaren Node.

Wann Subflows einsetzen

  • Gleiche Logik wird in mehreren Flows benoetigt
  • Ein Abschnitt hat klar definierte Ein-/Ausgabe
  • Die Logik ist in sich abgeschlossen (z.B. Validierung, Formatierung)

Subflow-Beispiel: Standardisierte Fehlerantwort

// Subflow: "API Fehlerantwort" // Input: msg.statusCode, msg.errorMessage msg.payload = { success: false, error: { code: msg.statusCode || 500, message: msg.errorMessage || "Interner Serverfehler" }, timestamp: new Date().toISOString() }; msg.headers = { "Content-Type": "application/json" }; return msg;

Verwendung:

[http in: POST /api/daten] → [function: Validierung] → [http response] ↓ (Fehler) [Subflow: API Fehlerantwort] → [http response]

Subflow mit Umgebungsvariablen

Subflows koennen eigene Umgebungsvariablen definieren, die bei jeder Instanz konfigurierbar sind:

// Subflow: "Datenbank-Abfrage" mit Umgebungsvariable TABLE_NAME const tableName = env.get("TABLE_NAME"); const query = `SELECT * FROM ${tableName} WHERE active = true`; msg.payload = query; return msg;

Link Nodes verbinden Flows ueber Tab-Grenzen hinweg, ohne lange, unuebersichtliche Wires zu zeichnen.

  1. Konsistente Benennung: Verwenden Sie das Schema [Quelle] → [Ziel]
  2. Richtung angeben: Praefix IN: oder OUT: zur Verdeutlichung
  3. Zusammengehoerige Paare gleich benennen
Tab "API - Bestellungen": [http in: POST /api/bestellung] → [function: Validierung] → [link out: Bestellung → Workflow] Tab "Engine - Bestellworkflow": [link in: Bestellung → Workflow] → [process-start: Bestellprozess]

Comment Nodes

Comment Nodes dokumentieren den Zweck eines Flow-Abschnitts direkt im Editor.

Empfohlene Verwendung

[comment: ============================================] [comment: Bestellverarbeitung ] [comment: Validiert eingehende Bestellungen und ] [comment: startet den Genehmigungsworkflow. ] [comment: Letztes Update: 2025-01-15 ] [comment: ============================================]

Platzieren Sie Comment Nodes oberhalb des zugehoerigen Flow-Abschnitts.

Groups

Groups fassen zusammengehoerige Nodes visuell zusammen.

Groups erstellen

  1. Nodes auswaehlen, die zusammengehoeren
  2. Rechtsklick, “Group” und dann “Group selection”
  3. Group benennen (z.B. “Validierung”, “Datenbank-Zugriff”)

Empfohlene Group-Einteilung

Group-NameInhalt
Eingabe & ValidierungHTTP-In, Validierungs-Funktionen, Switch
GeschaeftslogikFunction Nodes mit fachlicher Logik
Engine-IntegrationProcessCube® Nodes (Start, Query, Events)
Antwort & AusgabeChange, Template, HTTP-Response
FehlerbehandlungCatch, Fehler-Aufbereitung, Debug

Gut vs. schlecht organisiert

Schlecht organisiert

  • Alle Nodes auf einem einzigen Tab
  • Keine Namen an den Nodes
  • Kreuz und quer verlaufende Verbindungen
  • Keine Comments oder Groups
  • Duplizierte Logik statt Subflows

Gut organisiert

  • Fachlich getrennte Tabs mit sprechenden Namen
  • Jede Node mit beschreibendem Label
  • Geradliniger Flow-Verlauf von links nach rechts
  • Comment Nodes zur Dokumentation
  • Groups fuer visuelle Zusammenfassung
  • Subflows fuer wiederverwendbare Logik
  • Link Nodes fuer tab-uebergreifende Verbindungen

Checkliste fuer neue Flows

Pruefen Sie bei jedem neuen Flow die folgenden Punkte:

  • Alle Nodes haben einen aussagekraeftigen Namen
  • Der Tab hat ein Praefix und einen fachlichen Namen
  • Comment Nodes dokumentieren den Zweck
  • Zusammengehoerige Nodes sind in Groups zusammengefasst
  • Wiederverwendbare Logik ist in Subflows ausgelagert
  • Fehlerbehandlung ist mit Catch Nodes implementiert
  • Der Flow verlaeuft uebersichtlich von links nach rechts

Weiterführende Informationen