AI-Agenten in LowCode mit deinem KI-Abo — die ProcessCube Agent Runtime in 15 Minuten
Wer KI-Agenten aus ProcessCube® LowCode nutzen möchte, stand bisher
vor der Frage: Woher kommt das KI-Backend? Einen Anthropic- oder OpenAI-API-Key
anlegen, verwalten und pro Token abrechnen — das ist für ein schnelles Setup oft
zu viel. Die ProcessCube Agent Runtime geht einen anderen Weg: ein fertiges
OpenClaw-Image, in dem man sich mit seinem bestehenden KI-Abo anmeldet und in
ca. 15 Minuten den Agenten main aus LowCode ansprechen kann.
In Entwicklung. Die Agent Runtime ist Teil der Preview-Phase
(1.1.0-develop.x). Schnittstellen, Image-Tags und Verhalten können sich vor
dem ersten Stable-Release noch ändern.
Subscription statt Provider-API-Key
Der Kern: Das KI-Backend wird über einen Subscription-Login aktiviert — man meldet sich interaktiv mit seinem Claude- (Claude Code) bzw. ChatGPT-/OpenAI-Account (Codex) an. Ein eigener Anthropic-/OpenAI-API-Key ist damit nicht nötig; er bleibt nur ein optionaler Fallback.
Nicht verwechseln: Der OPENCLAW_GATEWAY_TOKEN (siehe unten) ist ein
Connect-Secret für die Gateway-Verbindung — kein KI-Provider-Key. „Ohne
API-Key” meint also den KI-Provider, nicht „ohne jegliches Token”.
Einrichten in 15 Minuten
.env anlegen
cp .env.example .env
# OPENCLAW_GATEWAY_TOKEN auf einen ausreichend langen Zufallswert setzenDen Token gibt später auch LowCode beim Connect mit — er ist also der gemeinsame Schlüssel zwischen Gateway und Flow.
Runtime starten
docker compose up -dDie Gateway bindet ans LAN und erzwingt Token-Auth — ohne
OPENCLAW_GATEWAY_TOKEN startet der Container nicht.
Backend per Abo aktivieren
docker compose exec openclaw-runtime bash
pc-runtime setup # Backend wählen (Claude / Codex / Hybrid) und einloggen
pc-runtime doctor # Gateway, Backend, Workspace, Volumes und Agent main prüfenpc-runtime setup stößt den interaktiven Login an und setzt das Default-Modell
des Agenten main auf das gewählte Backend.
Subscription-Logins und OpenClaw-State liegen in persistenten Volumes
(~/.openclaw, ~/.claude, ~/.codex, …) — sie überleben Neustarts, und
Secrets landen nie im Image.
Aus LowCode ansprechen
Jetzt kommt LowCode ins Spiel: Mit dem openclaw-message-send-Node adressiert man
den Agenten main an ws://<host>:18789 — mit demselben OPENCLAW_GATEWAY_TOKEN
als Connect-Token.
[inject: "Fasse diesen Text zusammen: …"]
→ [openclaw message-send: Agent=main, Wait for result=an]
→ [debug: msg.payload]Wie die Gateway-Config, der Token (als env/cred) und die drei Nodes im Detail
funktionieren — inklusive Setup „Gateway auf dem Host, LowCode im Container” —
zeigt der Begleit-Artikel
OpenClaw-Agenten aus ProcessCube® LowCode ansprechen.
Engine in einem eigenen Compose-Stack
Läuft die ProcessCube-Engine in einem separaten Compose-Projekt, erreicht sie die Runtime auf zwei Wegen:
- über den veröffentlichten Port
18789, oder - über ein gemeinsames Docker-Netz
pc-shared(ws://openclaw-runtime:18789):
docker network create pc-shared
# pc-shared im docker-compose.yml von Runtime und Engine eintragenUnd dann?
Sobald main antwortet, steht die Grundlage. Darauf bauen die
Coding-Agenten auf — sie erledigen aus einer
Aufgabenbeschreibung automatisiert einen Pull Request. Dieselbe Runtime, andere
Agent-ID.
Fazit
Die Agent Runtime nimmt den größten Reibungspunkt aus dem Weg: kein API-Key-
Management, sondern Login mit dem vorhandenen KI-Abo. docker compose up,
pc-runtime setup, und LowCode spricht den Agenten main an. Für mehr ist die
ProcessCube-Agents-Doku der nächste Halt.
Weiterführend
- Agent Runtime (Referenz) — Befehle, Parameter, Volumes
- OpenClaw-Agenten aus LowCode ansprechen — Gateway-Config, Token und die drei Nodes
- Coding-Agenten — automatisiertes Coding via Pull Request
- OpenClaw Documentation — Gateway, Auth und Bind-Modi