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BlogDoku als Pipeline

Dokumentation als Pipeline: zwei Agent-Skills im Zusammenspiel

Martin MöllenbeckAgent Skillsrepo-dokudoku-uebernehmenClaude CodeDokumentation

Dokumentation veraltet, sobald der Code sich bewegt. Wir lösen das nicht mit Disziplin allein, sondern mit zwei kleinen Agent-Skills, die zusammen eine Pipeline bilden — von der Code-Änderung im Quell-Repo bis zur veröffentlichten Seite hier auf docs.processcube.io.

Die zwei Hälften

In der Mitte steht das README.md (bei größeren Projekten zusätzlich DEVELOPMENT.md) des Quell-Repos als Source of Truth. Zwei Skills bedienen jeweils eine Seite davon:

  • repo-doku läuft im Quell-Repo. Es wertet vorhandene Doku, Changelog, Git-Commits seit dem letzten Stand und den Quellcode aus und schreibt das README fort — minimal-invasiv und ohne erfundene APIs.
  • doku-uebernehmen läuft hier im Doku-Repo. Es überführt genau diese Doku als MDX-Seiten, pflegt Navigation und Suche — und repariert Veraltetes nicht selbst, sondern spielt es an repo-doku zurück.

repo-doku ist agent-agnostisch (Claude Code, Codex, OpenClaw) und per npx skills add processcube-io/ProcessCube.Agent.Skills --skill repo-doku installierbar. doku-uebernehmen ist das docs.processcube.io-interne Gegenstück.

Der Release als Bindeglied

Zwischen „Doku im Quell-Repo gepflegt” und „Seite auf docs.processcube.io” liegt ein klar abgegrenzter Schritt: der Release. Genau dieser verbindet die beiden Hälften — und weil ProcessCube® eine BPMN-Engine ist, beschreiben wir ihn als einfachen Prozess:

Das exklusive Gateway bildet das Prinzip „kein Gap” ab: Hat sich seit dem letzten Stand nichts Dokumentationsrelevantes geändert, endet der Prozess sofort — statt die Doku künstlich umzuschreiben. Andernfalls bündelt der Release die Quell-Doku zu einem versionierten Stand, den doku-uebernehmen anschließend in die Doku-Site überführt und veröffentlicht.

Ein echter Durchlauf: der .NET-Client

Das hier ist kein konstruiertes Beispiel — genau so ist die TestCaseFixture-Seite entstanden.

Code ändert sich

Im .NET-Client werden in v5.0.0 zwei Worker-Settings konfigurierbar (LockRenewalThreshold, LockSchedulerScanInterval), und die TestCaseFixture bekommt ein neues Default-Image auf dem ProcessCube® Marketplace.

repo-doku im Quell-Repo

repo-doku vergleicht den letzten README-Stand mit der Git-Historie, verifiziert die neuen Settings am Quellcode und ergänzt das README: einen neuen Abschnitt zur TestCaseFixture und den Hinweis, dass die Lock-Timings konfigurierbar sind. Der bewährte Rest des READMEs bleibt unangetastet.

doku-uebernehmen im Doku-Repo

doku-uebernehmen erkennt die zwei Deltas und platziert sie passend in die kuratierte .NET-Doku: eine neue Seite „Integrationstests” und ein präzisierter Satz im Abschnitt „Lock-Management”. Kein README-Dump — die bestehende, feiner gegliederte Struktur wird respektiert.

Veröffentlichen

UI-Test, Commit, Release, Deploy. Die Seite ist live, die Suche kennt sie.

Warum das funktioniert

  • Eine Quelle der Wahrheit. Die Doku lebt dort, wo der Code liegt. Die Doku-Site ist eine Projektion, kein zweiter Pflege-Ort.
  • Minimal-invasiv. Beide Skills ändern nur, was die neuen Commits betreffen. Ist nichts Neues da, ist „kein Gap” ein gültiges Ergebnis — es wird nichts künstlich umgeschrieben.
  • Verifiziert statt erfunden. Beispiele und Signaturen werden am Quellcode geprüft, nicht halluziniert.
  • Klare Richtung. Korrekturen fließen immer zurück zur Quelle, nie nur in die Projektion — so driften die beiden nicht auseinander.

Das Ergebnis: Dokumentation, die mit dem Code Schritt hält, weil das Pflegen und das Veröffentlichen zwei klar getrennte, automatisierbare Schritte sind.